Für Grundschüler

StandPUNKTE

Unser neues Präventionsprojekt StandPUNKTE wurde im Herbst 2016 eingeführt und steht seitdem für Grundschüler im Landkreis Rottweil zur Verfügung.

 

Nähere Informationen dazu finden Sie auf den StandPUNKTE Seiten dieser Homepage.

 

Seit 08. Mai arbeiten die Grundschüler in Villingendorf und Bösingen-Herrenzimmern mit den StandPUNKTEN.

 

 


Für Jugendliche

"Echt krass" Präventionsparcours

Der nächste Termin von "Echt krass":

03.07. - 07.07.2017

Sonnensaal des Kapuziner in Rottweil

 

 

Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen werden in den letzten Jahren in Schule und Jugendhilfe, aber auch den Medien, verstärkt thematisiert. Gut ein Fünftel aller Tatverdächtigen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind unter 21 Jahre alt. Etwa 13-19 % aller Mädchen und 1 -3 % aller Jungen zwischen 14 und 17 Jahren berichten, bereits mit sexuellen Grenzverletzungen konfrontiert zu sein. (BZgA 2010). Sexuelle Grenzverletzungen reichen von vergleichsweise harmlosen Übergriffen wie z.B. sexistischen Sprüchen über unangemessene Berührungen bis hin zu einer Vergewaltigung.

 

Während in den Medien häufig besonders krasse Beispiele für sexuelle Übergriffe, insbesondere sexuelle Gewalt, groß herausgestellt werden, erleben die Jugendlichen eine Vielfalt von verbalen, körperlichen und medialen sexuellen Übergriffen, die sie häufig gar nicht als solche wahrnehmen. Sie sind Teil des Alltags und die Jugendlichen spüren nicht, wann ihre Grenzen überschritten werden. Oder sie leiden unter den Grenzverletzungen und kennen alleine keinen Ausweg aus der Notlage. Auch übergriffige Jugendliche leiden unter ihrem Verhalten und benötigen Hilfe.

 

Hier will die Mitmachausstellung „Echt krass“ ansetzen. Das Ziel des Parcours ist es:

 

Jugendliche für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren

Informationen über sexualisierte Gewalt und das Recht auf Schutz und Hilfe

Stärkung der Mädchen und Jungen in ihrer sozialen Kompetenz, Eröffnung von Handlungsalternativen

 

Aus der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Rottweil heraus haben Donum vitae, das Gesundheitsamt und Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e. V. die Arbeitsgruppe Prävention gebildet und den Frauengesundheitstag als Präventionsprojekt über 10 Jahre hinweg organisiert. 2015 ging diese Arbeitsgruppe neue Wege und holte den interaktiven Präventionsparcours „Echt krass! – Wo hört der Spaß auf?“ des Präventionsinstituts Petze Kiel in den Landkreis Rottweil. Dies war möglich dank einer großzügigen Spende der Hermle Stiftung speziell für dieses Projekt.

 


 Der Mitmachparcours besteht aus fünf Lernstationen mit drei Aktionswänden und einer Introkabine.

 

  • Sex sells: thematisiert sexistische Werbung, Pornographie und sexuelle Übergriffe im Internet

  • Trial and Error: befasst sich mit Flirttipps, Anmachsprüchen und Selbstbehauptung

  • Stop and go: präsentiert sexuelle Skripts, Klischees und worauf Jungen und Mädchen achten sollten, wenn sie Grenzen setzen

  • Love and hate: setzt sich mit Gruppendruck, Teenagerbeziehungen und sexueller Gewalt durch Erwachsene auseinander

  • Law and order: legt Mythen und Tatsachen über Vergewaltigung, Sexualstraftaten und Gesetze sowie Folgen sexueller Gewalt offen

 

 

Alle Schüler werden nach dem Besuch der interaktiven Ausstellung die Broschüre „Wo hört der Spaß auf?“ zur Vertiefung des Themas erhalten sowie verschiedene Flyer der Veranstalter, um so das örtliche Hilfenetz kennen zu lernen.

Die Lehrkräfte der teilnehmenden Schulklassen werden am 17.05.2017 an einer zweistündigen Fortbildungseinheit zu den Inhalten von „Echt krass“ geschult.

Die Eltern erhalten über einen Brief und Flyer Informationen über „Echt krass“ und sind eingeladen am 03.07.2017 um 18 Uhr an einem Informationsabend mit Kurzvortrag zum Thema teilzunehmen. Außerdem besteht für sie die Möglichkeit zum Rundgang durch die Ausstellung und zur Diskussion.

 

Am 03.07.2017 besteht auch für die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit sich von 15:30 bis 17 Uhr die Ausstellung im Sonnensaal des Mehrgenerationenhauses in Rottweil anzuschauen und mit Fachkräften vor Ort ins Gespräch zu kommen.