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FhF + AUSWEGE e.V.


Referendare informieren sich über Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch

Renate Weiler referierte am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung zum Thema sexuelle Gewalt. Foto: pm

ROTTWEIL – Was versteht man unter sexuellem Missbrauch, sexuellen Übergriffen unter Kinder oder Jugendlichen? Was kann ich tun bei einem Verdacht? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich 150 angehende Lehrer an Gymnasien während eines Vortrages von Renate Weiler, Diplom Sozialpädagogin und Mitarbeiterin der Beratungsstelle „FhF + Auswege“.

Weiler wurde vom Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung eingeladen, über Basiswissen zum Thema sexuelle Gewalt zu referieren. Seit 2012 hat der Verein Frauen helfen Frauen + Auswege im Landkreis Rottweil die kostenlose Beratung bei sexuellem Missbrauch von Jungen und Mädchen sowie deren Bezugspersonen oder anderen Fachkräften übernommen.

Der Schulung von Multiplikatoren misst der Verein große Bedeutung bei, denn Kinder wenden sich nicht selbst an die Beratungsstelle. Es ist daher wichtig, dass ihre Kontaktpersonen von dem Hilfsangebot und dem Angebot einer fachlichen Begleitung Kenntnis haben. Beispielsweise sind die Möglichkeiten von Tätern stark eingeschränkt, wenn Bezugspersonen von Kindern über das Vorgehen bei der Tat gut informiert sind.

Die Referendare zeigten sich betroffen davon, dass laut einer im März 2017 veröffentlichen Studie der Universität Ulm jeder siebte Befragte angab, in der Kindheit sexuelle Gewalt erlebt zu haben. Breiten Raum nahm auch das Gespräch über die Möglichkeiten ein, wie Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt geschützt werden können.

Unter anderem wurde der Einsatz von Präventionsprojekten, die vom Verein angeboten werden – etwa „The Ketchup-Effect“ für Schüler der Klassenstufe 9 oder StandPUNKTE für Grundschüler – rege diskutiert. Die Webseite des Vereins informiert hierzu im Detail: www.fhf-auswege.de.

Renate Weiler betonte die Wichtigkeit, sich im Verdachtsfall beraten zu lassen und auch, dass niemand einen Fall im Bereich des sexuellen Missbrauchs allein lösen muss, sondern sich kompetente Hilfe holen kann. Die Referendare und deren Lehrkräfte bedankten sich sehr für das vermittelte Wissen und die dadurch gewonnene Sicherheit im Umgang mit diesem schwierigen Thema.




Kürzlich hat FhF+Auswege von der Bürgerstiftung Rottweil und der Sparkassenstiftung Fördergelder 
für das neue Präventionsprojekt des Vereins "Standpunkte" erhalten.

 

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-buergerstiftung-springt-in-die-bresche.5a89c2f1-44f1-42bd-a52d-0039930976b7.html