PRESSE


Presseberichte zu StandPUNKTE finden Sie auf den

StandPUNKTE Seiten dieser Homepage.



FhF + AUSWEGE e.V.


 

Schwarzwälder Bote 14.04.2018

Familiendrama: Was können Frauen tun?

 

Villingendorf - Die Ex-Partnerin von Drazen D. ist monatelang vor ihm geflohen, hat sich zuvor mehrfach von ihm getrennt, war im Frauenhaus. Die Frage: Warum konnte ihr niemand helfen?

Die massiven Bedrohungen von Drazen D. haben im Unvorstellbaren geendet: Er soll drei Menschen erschossen haben, darunter seinen eigenen Sohn, um sich an seiner Ex-Partnerin zu rächen. Ein extremer Fall. Die Vorgeschichte jedoch ähnelt vielen anderen – und zwar auch im Landkreis Rottweil.

"Die heile Welt gibt es auch bei uns nicht", sagt Hanne Blust von der Beratungsstelle "Frauen helfen Frauen + Auswege" in Rottweil. Sie weiß aus ihrer jahrelangen Beratungstätigkeit, wie schwer es ist, bedrohte oder misshandelte Frauen dem Zugriff der Männer zu entziehen.

"Diese Fälle gehören zu unserem beruflichen Alltag", sagt sie. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen berät sie Frauen aus dem ganzen Kreis, aber auch darüber hinaus. Und sie betont: "Frauen aus allen Schichten und allen Nationalitäten sind betroffen."

Bei der Suche nach Lösungen müsse jeder Fall individuell gesehen werden. Letztendlich gehe es aber oft darum, die Frau – und die Kinder – zu verstecken, an einen geheimen Platz zu bringen. Wenn die Frau in Gefahr ist, ihr Gewalttätigkeiten drohen und es um Leib und Leben geht, kann der Kontakt zu einem Frauenhaus hergestellt werden. "Wir versuchen dann, auch in weit entfernt liegende Frauenhäuser zu vermitteln, um die Chance zu erhöhen, dass sie nicht gefunden wird." Die genauen Adressen seien auch ihnen als Beraterinnen nicht bekannt. Es werde ein "Übergabeort" vereinbart, ein Bahnhof oder ein Parkplatz, wo die Frau dann in Empfang genommen wird.

Neuanfang für Alleinerziehende schwer

Im Frauenhaus werden die Frauen bei ihren weiteren Schritten unterstützt. Oft sei ein Neuanfang für die Betroffenen schwer, fast unmöglich, sagt Hanne Blust. "Suchen sie mal mit zwei oder drei Kindern als Alleinerziehende eine Wohnung." Angesichts der vielen Hürden gebe es immer wieder Frauen, die zu den Männern zurückgehen – dem Druck und den Beteuerungen des Mannes, dass jetzt alles anders wird, nachgeben. "Gerade wenn Kinder im Spiel sind, sind die Frauen im Zwiespalt, wollen den Kindern den Vater nicht wegnehmen", weiß Hanne Blust. Und wenn – wie im Fall Villingendorf – ein Kind schulpflichtig wird, wollen die Mütter nicht ständig den Wohnort wechseln müssen, wünschen sich für die Kinder Stabilität.

Diese Zerrissenheit, diese Ängste führen zu extremen Odysseen. Hanne Blust weiß von einem Fall, bei dem eine Frau zehnmal ins Frauenhaus geflüchtet, und immer wieder zu ihrem Mann zurückgekehrt ist. "Erst beim elften Mal hat sie den endgültigen Absprung geschafft."

Auch Drazen D.s Ex-Partnerin hat sich nach vielen Versuchen von ihm gelöst, wollte ein neues Leben beginnen. Doch am 14. September des vergangenen Jahres hat er seine schlimmsten Drohungen wahr gemacht. Hanne Blust erinnert sich angesichts des schrecklichen Falls von Villingendorf an eine Aussage, die bei einer Fortbildung mit der Polizei gefallen ist: "Einer, der nichts mehr zu verlieren hat, ist unberechenbar, dem ist alles zuzutrauen."

Bis Polizei kommt, kann es zu spät sein

Und was macht die Polizei? Hanne Blust berichtet aus ihrer täglichen Arbeit, dass es die Gesetzeslage oft schwierig mache, einzugreifen. "Wir hatten einen Fall, bei dem ein Mann trotz gerichtlichem Annäherungsverbots immer wieder gekommen ist und die Frau bedroht hat. Bis die Polizei kam, war er längst wieder weg." Die Polizei müsse ihn quasi "in flagranti" erwischen, um schnell reagieren zu können. Auch von der Polizei ausgesprochene Platzverweise – der Mann muss die Wohnung verlassen, die Frau kann bleiben – erweisen sich ihrer Erfahrung nach manchmal als hohles Schwert. "Wer kann kontrollieren, dass er sich daran hält?"

Und was, wenn jemand – wie Drazen D. es offensichtlich getan hat – Morde ankündigt? "Ich komme und bringe alle um, soll er im August auf einem Parkplatz zu Frau und Kind gesagt haben. Laut Strafgesetzbuch droht beim Straftatbestand der Bedrohung eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.

Wir haben Gerold Sigg, den damaligen Vizepräsidenten des Polizeipräsidiums Tuttlingen, gefragt, ob und in welchem Umfang Ermittlungen gegen Drazen D. unternommen wurden, wie oft er bei der Polizei auffällig wurde, welche Maßnahmen ergriffen wurden. Die Antwort: Weil diese Fragen Gegenstand des derzeit laufenden Verfahrens am Landgericht sind, dürften dazu seitens der Polizei keine Auskünfte gegeben werden.

Beschuldigte nehmen sich meist auch einen Anwalt

Grundsätzlich, so erklärt Polizeipressesprecher Michael Aschenbrenner auf Anfrage, müsse man unterscheiden: Zur akuten Gefahrenabwehr –­ also beispielsweise wenn jemand einen anderen mit dem Messer bedroht – könne die Polizei einschreiten, jemanden in Gewahrsam nehmen. Wenn es aber um "längere freiheitsentziehende Maßnahmen geht", sei das Sache der Justiz. Und da wiederum müssten verschiedene rechtliche Grundlagen erfüllt sein.

Aschenbrenner versichert: "Wenn eine Frau kommt und Anzeige erstattet, wird dem auch nachgegangen." Es fließe auch in die Bewertung ein, ob der Beschuldigte schon als Gewalttäter aufgefallen ist. Je nach Lage werde der Staatsanwaltschaft Meldung gemacht. Man dürfe nicht vergessen, dass der Beschuldigte sich meist seinerseits einen Anwalt nimmt, der versucht, die Vorwürfe zu widerlegen. Letztlich jemanden ganz aus dem Verkehr zu ziehen, um die Bedrohungslage abzuwenden, sei "nicht einfach".  Der Prozess gegen Drazen D. wird am Montag, 16. April, fortgesetzt.

Der Verein "Frauen helfen Frauen und Auswege" berät Frauen und Mädchen in Notsituationen und schwierigen Lebenslagen sowie Jungen, Mädchen und Jugendliche bei sexuellem Missbrauch.  Kontakt: Telefon 0741/ 4 13 14, Mail: info@fhf-auswege.de

 Weitere Infos: www.fhf-auswege.de, www.nein-sagen-auswege-finden.de

 

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingendorf-familiendrama-was-koennen-frauen-tun.f44a48ad-9a26-4278-9313-2c8761c66a81.html


Schwarzwälder Bote 04.04.2018

Immer sind findige Ideen gefragt

 

Es gibt Tage, da steht bei Hanne Blust und Renate Weiler in der Beratungsstelle das Telefon nicht still. Mehr als 370 Beratungsgespräche haben die beiden im vergangenen Jahr geführt.

 

Blust, Diplom-Sozialpädagogin und systemische Beraterin sowie Weiler, Psychologische Beraterin, sind auch Fachkräfte für Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch, haben Betroffene ein Stück des Wegs begleitet. Das Angebot des Vereins "Frauen helfen Frauen + Auswege" ist also gefragter denn je. Damit aber die gesamte Beratungs- und Präventionsarbeit überhaupt geleistet werden kann, gibt es für das ehrenamtliche Vorstandsteam um Petra Wagner, Birgit Harder, Theresia Dreischulte-Klos und Heike Boetzel eine Menge zu tun. Auf etwa 120 Stunden wird der monatliche Arbeitsaufwand des Vorstands geschätzt.

Der Verein, der 132 Mitglieder zählt, finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse des Landkreises sowie einiger Städte und Gemeinden im Kreis. Von diesem Geld können lange nicht alle Kosten gedeckt werden, der Verein ist jedes Jahr auf Spenden und Zuwendungen angewiesen, um die Finanzierungslücke zu schließen.

"Nicht immer ganz einfach", wissen Birgit Harder und Heike Boetzel. Immer wieder gilt es, Förderer und Unterstützer zu gewinnen und auf die Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen. "Das ist Aufgabe des ehrenamtlich tätigen Vorstands. Wir tun alles dafür, dass die Beratungsstelle gute Arbeit auf fachlich hohem Niveau leisten kann", sagen Petra Wagner und Birgit Harder. Der Vorstand versteht sich als Wegbereiter, der sich um die Rahmenbedingungen kümmert, damit professionelle Beratung angeboten werden kann. Die Beraterinnen arbeiten autark. "Darauf legen wir sehr großen Wert. Es gibt keinerlei Informationen über die Hilfesuchenden, lediglich Zahlen", so Birgit Harder. "Die Beratungsstelle hat Daten, die streng vertraulich sind. Anonymität ist oberstes Gebot".

Die Vereinsarbeit habe sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, wurde ausgebaut und dem Bedarf entsprechend angepasst. Da im Bereich des sexuellen Missbrauchs nicht nur Frauen betroffen seien, habe man im Jahr 2012 den Arbeitsbereich "Auswege" geschaffen – eine Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch, für männliche und weibliche Betroffene.

Die Arbeit geht dem Verein – leider – nicht aus. Aus diesem Grund wird auch viel Augenmerk auf Prävention gelegt. Seit vergangenem Jahr wurde für diesen Bereich Sarah Link engagiert. Sie kümmert sich um die Mitmachausstellung "StandPUNKTE" und gemeinsam mit Renate Weiler und Hanne Blust auch um weitere Präventionsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen für pädagogische Fachkräfte in Kindergärten und Schulen, die ebenfalls stark nachgefragt sind. Zudem haben die Damen immer wieder ganz findige Ideen, um dezent, aber doch nachhaltig auf sich und die Angebote aufmerksam zu machen. So gibt es beispielsweise die Lesezeichenaktion, bei der die Kontaktdaten des Vereins über den örtlichen Buchhandel verteilt wurden. Oder die Taschentuchaktion: Apotheken bekleben Taschentuchpackungen mit einem Aufkleber "Von Gewalt habe ich die Nase voll!" und verteilen sie an die Kunden. Ähnlich erfolgreich die jüngste Aktion des Vereins, bei der Visitenkarten mit Kontaktdaten auf den Toiletten der Rottweiler Gastronomie verteilt wurden. Die Aktion kam bei Gästen, aber vor allem bei den Gastronomen, sehr gut an.

Weitere Informationen: www.fhf-auswege.de www.nein-sagen-auswege-finden.de

Die Fälle von häuslicher Gewalt und Frauen in Notsituationen häuften sich, eine Anlaufstelle für Betroffene gab es nicht. Und so fand sich im Jahr 1991 eine Gruppe engagierter Frauen zusammen, die den Verein "Frauen helfen Frauen" aus der Taufe hob, und ein Notruftelefon einrichtete. Heute ist der Verein professionell aufgestellt und leistet beachtliche Arbeit. In einer kleinen Serie stellt der Schwarzwälder Bote die Arbeit vor.

 

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-immer-sind-findige-ideen-gefragt.a933338f-e515-4870-90c1-ece4caa34600.html



Schwarzwälder Bote 24.03.2018

Hilfe ist das zentrale Thema

 

Seit mehr als 25 Jahren kümmert sich der Verein "Frauen helfen Frauen" (FhF) in Rottweil und Umgebung um Frauen und Mädchen, die in Notsituationen oder schwierigen Lebenslagen sind. In der Beratungsstelle wird ihnen Hilfe angeboten.

 

Im Bereich des sexuellen Missbrauchs seien allerdings nicht nur Frauen betroffen. Aus diesem Grund habe man im Jahr 2012 den Arbeitsbereich "Auswege" geschaffen – eine Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch, für männliche und weibliche Betroffene.

Im Jahresrückblick wurde die vielfältige und, so hieß es, leider immer noch dringend notwendige Vereinsarbeit, vorgestellt. Die Zahlen sprechen für sich. Fast 400 Beratungsgespräche – 2016 waren es knapp 350 – wurden im abgelaufenen Jahr in den beiden Bereichen geführt sowie eine hohe Zahl von Schulungen, beispielsweise für angehende Lehrer und Erzieher oder Basisschulungen für Geflüchtete, angeboten.

Vieles sei im Hintergrund zu bestreiten, damit das Herzstück, die Beratungsstelle von "Frauen helfen Frauen + Auswege" in der Hohlengrabengasse in Rottweil, unabhängig und kostenfrei, auf Wunsch von Betroffenen auch anonym, Hilfe in Notsituationen anbieten könne.

Die Diplom-Sozialpädagogin und systemische Beraterin Renate Weiler und die psychologische Beraterin Hanne Blust – beide sind auch Fachkräfte für Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch – sind derzeit hauptamtlich in der Beratungsstelle tätig. Sie teilen sich eine 100-Prozent-Stelle. Ergänzt werden sie durch die Kindheitspädagogin Sarah Link, die vorwiegend das Präventionsprojekt "StandPUNKTE" betreut. Neben Beratungen und Schulungen fanden zur Qualitätssicherung der eigenen Tätigkeit auch Netzwerktreffen und Fortbildungen statt. Eine dieser Fortbildungen an der FH Esslingen hatte das Thema "Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Kontexten und in Institutionen Sozialer Arbeit".

Die Nase soll

Der Verein wirkte zudem bei den Rottweiler Frauenwochen mit und zeigte am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November Flagge mit der Taschentuchaktion "Von Gewalt habe ich die Nase voll!". Kreisweit wurden zudem an Schulen, Ärzte und Zahnärzte Plakate sowie Informationen gesandt. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Prävention. Auch in diesem Bereich fanden Veranstaltungen in Schulen und die interaktive Ausstellung "Echt krass", die gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und donum vitae im Kapuziner veranstaltet wurde, statt.

Da Prävention bereits früh ansetzen soll, wurde für Grundschulen im Landkreis die Mitmachausstellung "StandPUNKTE" entwickelt. Erstmals im November 2016 in der Römerschule aufgebaut, war diese Ausstellung inzwischen an vielen anderen Schulen im Landkreis zu Gast: mehr als 1000 Kinder der Klassenstufen 2, 3 und 4, fast 300 Eltern und 60 Lehrkräfte profitierten davon.

Wie in jedem Jahr gab es auch 2017 eine Finanzlücke zwischen dem tatsächlichen Bedarf und der Förderung durch den Landkreis Rottweil, einige Städte und Gemeinden sowie Mitgliedsbeiträge. Spenden und andere kreative Zuwendungen von Unternehmen und Vereinen waren sehr willkommen.

Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung. Das Vorstandsteam um Petra Wagner, Birgit Harder, Theresia Dreischulte-Klos und Heike Boetzel wurde im Amt bestätigt.

Weitere Informationen: www.fhf-rw.de www.nein-sagen-auswege-finden.de

 

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-hilfe-ist-das-zentrale-thema.a074a1aa-9418-4b9e-9b05-bdff11d3bc44.html


Rechtzeitig zur Fasnet wurden Visitenkarten von FhF+AUSWEGE in diversen Lokalen in Rottweil verteilt.

 

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-kleine-karte-grosser-wirkung.c4534528-db6c-48b8-9130-c8b6ba4f85ab.html


Spendenübergabe vom Friseursalon Esthetico in der Stadtgrabenstraße in Rottweil an Birgit Harder, Vorstandsfrau von FhF + AUSWEGE e.V.

 

Dezember 2017



Referendare informieren sich über Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch

Renate Weiler referierte am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung zum Thema sexuelle Gewalt. Foto: pm

ROTTWEIL – Was versteht man unter sexuellem Missbrauch, sexuellen Übergriffen unter Kinder oder Jugendlichen? Was kann ich tun bei einem Verdacht? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich 150 angehende Lehrer an Gymnasien während eines Vortrages von Renate Weiler, Diplom Sozialpädagogin und Mitarbeiterin der Beratungsstelle „FhF + Auswege“.

Weiler wurde vom Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung eingeladen, über Basiswissen zum Thema sexuelle Gewalt zu referieren. Seit 2012 hat der Verein Frauen helfen Frauen + Auswege im Landkreis Rottweil die kostenlose Beratung bei sexuellem Missbrauch von Jungen und Mädchen sowie deren Bezugspersonen oder anderen Fachkräften übernommen.

Der Schulung von Multiplikatoren misst der Verein große Bedeutung bei, denn Kinder wenden sich nicht selbst an die Beratungsstelle. Es ist daher wichtig, dass ihre Kontaktpersonen von dem Hilfsangebot und dem Angebot einer fachlichen Begleitung Kenntnis haben. Beispielsweise sind die Möglichkeiten von Tätern stark eingeschränkt, wenn Bezugspersonen von Kindern über das Vorgehen bei der Tat gut informiert sind.

Die Referendare zeigten sich betroffen davon, dass laut einer im März 2017 veröffentlichen Studie der Universität Ulm jeder siebte Befragte angab, in der Kindheit sexuelle Gewalt erlebt zu haben. Breiten Raum nahm auch das Gespräch über die Möglichkeiten ein, wie Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt geschützt werden können.

Unter anderem wurde der Einsatz von Präventionsprojekten, die vom Verein angeboten werden – etwa „The Ketchup-Effect“ für Schüler der Klassenstufe 9 oder StandPUNKTE für Grundschüler – rege diskutiert. Die Webseite des Vereins informiert hierzu im Detail: www.fhf-auswege.de.

Renate Weiler betonte die Wichtigkeit, sich im Verdachtsfall beraten zu lassen und auch, dass niemand einen Fall im Bereich des sexuellen Missbrauchs allein lösen muss, sondern sich kompetente Hilfe holen kann. Die Referendare und deren Lehrkräfte bedankten sich sehr für das vermittelte Wissen und die dadurch gewonnene Sicherheit im Umgang mit diesem schwierigen Thema.




Kürzlich hat FhF+Auswege von der Bürgerstiftung Rottweil und der Sparkassenstiftung Fördergelder 
für das neue Präventionsprojekt des Vereins "Standpunkte" erhalten.

 

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-buergerstiftung-springt-in-die-bresche.5a89c2f1-44f1-42bd-a52d-0039930976b7.html