Bitte informieren Sie sich über unser neues Präventionsprojekt für Grundschulkinder auf den StandPUNKTE Seiten dieser Homepage.



Filmprojekt „The Ketchup - Effekt“


Zielgruppe: 9. Klasse

 

Dauer: 4 Schulstunden

 

Referentinnen: Renate Weiler / Diplom-Sozialpädagogin (BA) und systemische Beraterin (DGSF)

                             Hanne Blust  / Psychologische Beraterin

 

Ziele: - Jugendliche für sexuelle Grenzverletzungen sensibilisieren
           - Jugendliche über sexuelle Gewalt und das Recht auf Schutz und Hilfestellen informieren
           - Jugendliche ermutigen eigene Grenzen wahrzunehmen, diese angemessen auszudrücken

             und die Grenzen anderer zu respektieren.

 

Methoden:  Gruppenarbeit, soziometrische Übungen, Diskussion, Kurzvortrag

 

 

Inhalte:

Ansehen des Spielfilms „The Ketchup-up Effect“ (87 min)

Sophie und ihre Freundinnen führen ein normales Teenagerleben. Dazu gehört auch die Neugier auf Feiern,

Alkohol und Sex. Bei einer Party wird Sophie unfreiwillig, weil sie betrunken ist, in eindeutig zweideutigen Posen fotografiert. Am nächsten Tag machen die Bilder in der Schule die Runde.

 

Der Film wird mit den Schülern besprochen. Er bietet einen guten Ausgangspunkt, um mit ihnen über Wertvorstellungen, Gefühle, persönliche und rechtliche Grenzen in Zusammenhang mit Liebesbeziehungen und Sexualität zu diskutieren. Außerdem erhalten die Schüler ein Basiswissen zum Thema Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: Wer sind die Täter? Wie gehen sie vor? Wie kann ich mich schützen?

 



"Echt krass" Präventionsparcours


Zielgruppe: Klassen 8 - 10

 

Einheit pro Klasse: 1,5 Stunden

Veranstalter: Donum vitae, Gesundheitsamt Rottweil und Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e.V.

 

Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen werden in den letzten Jahren in Schule und Jugendhilfe, aber auch den Medien, verstärkt thematisiert. Gut ein Fünftel aller Tatverdächtigen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind unter 21 Jahre alt. Etwa 13-19 % aller Mädchen und 1 -3 % aller Jungen zwischen 14 und 17 Jahren berichten, bereits mit sexuellen Grenzverletzungen konfrontiert zu sein. (BZgA 2010). Sexuelle Grenzverletzungen reichen von vergleichsweise harmlosen Übergriffen wie z.B. sexistischen Sprüchen über unangemessene Berührungen bis hin zu einer Vergewaltigung.

 

Während in den Medien häufig besonders krasse Beispiele für sexuelle Übergriffe, insbesondere sexuelle Gewalt, groß herausgestellt werden, erleben die Jugendlichen eine Vielfalt von verbalen, körperlichen und medialen sexuellen Übergriffen, die sie häufig gar nicht als solche wahrnehmen. Sie sind Teil des Alltags und die Jugendlichen spüren nicht, wann ihre Grenzen überschritten werden. Oder sie leiden unter den Grenzverletzungen und kennen alleine keinen Ausweg aus der Notlage. Auch übergriffige Jugendliche leiden unter ihrem Verhalten und benötigen Hilfe.

 

Hier will die Mitmachausstellung „Echt krass“ ansetzen. Das Ziel des Parcours ist es:

 

Jugendliche für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren

Informationen über sexualisierte Gewalt und das Recht auf Schutz und Hilfe

Stärkung der Mädchen und Jungen in ihrer sozialen Kompetenz, Eröffnung von Handlungsalternativen

 

Aus der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Rottweil heraus haben Donum vitae, das Gesundheitsamt und Frauen helfen Frauen + AUSWEGE e. V. die Arbeitsgruppe Prävention gebildet und den Frauengesundheitstag als Präventionsprojekt über 10 Jahre hinweg organisiert. 2015 ging diese Arbeitsgruppe neue Wege und holte den interaktiven Präventionsparcours „Echt krass! – Wo hört der Spaß auf?“ des Präventionsinstituts Petze Kiel in den Landkreis Rottweil. Dies war möglich dank einer großzügigen Spende der Hermle Stiftung speziell für dieses Projekt.

 


 Der Mitmachparcours besteht aus fünf Lernstationen mit drei Aktionswänden und einer Introkabine.

 

  • Sex sells: thematisiert sexistische Werbung, Pornographie und sexuelle Übergriffe im Internet

  • Trial and Error: befasst sich mit Flirttipps, Anmachsprüchen und Selbstbehauptung

  • Stop and go: präsentiert sexuelle Skripts, Klischees und worauf Jungen und Mädchen achten sollten, wenn sie Grenzen setzen

  • Love and hate: setzt sich mit Gruppendruck, Teenagerbeziehungen und sexueller Gewalt durch Erwachsene auseinander

  • Law and order: legt Mythen und Tatsachen über Vergewaltigung, Sexualstraftaten und Gesetze sowie Folgen sexueller Gewalt offen

 

 

Im Rahmen von „Echt krass“ werden die Lehrer der teilnehmenden Schulklassen zum Thema geschult. Außerdem werden die Eltern über einen Flyer zur Ausstellung informiert und zu einem Informationsabend mit der Möglichkeit zum Rundgang und Ausprobieren der interaktiven Ausstellung eingeladen.

 

Alle teilnehmenden Schüler erhalten zum Abschluss die Broschüre „Wo hört der Spaß auf?“ sowie verschiedene Flyer des örtlichen Hilfenetzes.

 



Selbstbehauptungseinheit: Wo hört der Spaß auf - wie mache ich mich stark?


Zielgruppe: Mädchen 10 bis 18 Jahre

 

 

Dauer: 2- 3 Stunden

 

Referentin: Renate Weiler / Diplom-Sozialpädagogin (BA) und systemische Beraterin (DGSF)

 

 

Ziele:

Sensibilisieren für Grenzverletzungen,

erkennen, wo sind meine Grenzen,

- wann verletzt eine andere Person meine Grenzen, wann verletze ich Grenzen,

- eigenen Körperausdruck wahrnehmen, starke Körperhaltung erlernen,

- Stärkung, um angemessen Grenzen zu setzen

Methoden:

Kurze Theorie-Einheiten, soziometrische Übungen, Körperübungen, Gespräch und Diskussion

Inhalte:

Was ist Gewalt?

Übungen zu Körpersprache

Wo sind meine Grenzen

Wie zeige ich Grenzen?

Recht auf Schutz und Hilfe, Notwehr

Fallbeispiele, was tun?